| VIR,
Insel im Archipel vor Zadar, 22,3 km2 (Länge 10,7 km,
Breite durchschnittlich 4 km); 860 Einw.
Sie schließt in nordwestliche Richtung an die Landzunge
Privlaka an, von der sie durch eine 3 m tiefe und 300
m breite Merrenge getrennt wird. Das Ufer, vor allem
im Westen ist schwach gegliedert; die Westküste ist
etwas steiler, die Ostküste äußerst flach. Den Zentralteil
durchzeht eine Hügelkette aus Kalkfelsen. Die Höchte
Erhebung mißt 112 m.
Mit Ausnahme des bewaldeten Nordwestens ist die Insel
kahl und Winden aus allen Richtungen ausgesetzt. Der
Boden ist im Nordosten, wo sich pleistozäna Sandablegerungen
mit Roterde vermischen, am fruchtbarsten, so daß hier
Wein, Obst und Feldfrüchte angebaut werden.
Die Insel Vir ist seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt,
wovon mehrere Ruinen illyrischer Wallburgen zeugen.
Ebenfalls sehenswert sind mehrere vorromanische Kirchenruinen.
Die romanische Johanniskirche stammt aus dem 13. Jh.;
Mauerreste eines venezianischen Kastells aud dem 17.
Jh.
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